Berggorillas – Fosseys Erben

am 3. März 2011 um 16:34 in Erlebnisse, Fotos | bisher 3 Kommentare

Ich habe sie gesehen: die berühmten Berggorillas in Ruanda. Berühmt geworden durch Diane Fossey, die sie erforschte und bis auf den eigenen Tod verteidigte.

Ich bekenne mich dazu, dass ich sie mir nur anschaute, weil man es mir empfahl und weil es zu Ruanda irgendwie „dazugehört“. Ich war ein schlechter Tourist; ich hatte nicht mal Gorillas im Nebel geguckt (eng.: gorillas in the mist). Aber es war die richtige Entscheidung. Immerhin zahlt man als foreign resident nur den halben Preis, also 250 Dollar.

Zusammen mit Tobi, Mitfreiwilliger in meinem Zentrum, ging es am Vorabend nach Ruhengeri, wo wir bei Freunden die Nacht über schliefen. Am frühen Morgen, die Hähne schnarchten noch, rappelten wir uns behutsam aus dem Bett, steckten uns eine Banane in den Magen und machten uns auf den Weg.

Mit zwei der kleinen, praktischen Verkehrsmittel ging es dann zur Hauptstation, wo sich die Horde der, überwiegend, Ausländer versammelt.

Wir wurden der Agasheke-Gruppe zugewiesen (stimmt das so?), was (sehr) frei übersetzt so viel heißt wie: spezielle Gruppe. Die Besonderheit bei uns war, dass es nur einen Silberrücken gab. Normal sind eher zwei, drei oder vier.

Von der Hauptstation ging es dann mit dem Auto zum Parkeingang. Wer kein Fahrzeug hat, kann sich einfach von den Mitbesuchern mitnehmen lassen.

Im Volcanoes National Park gibt es insgesamt 16 Gorilla-Gruppen. 8 sind an Besucher gewöhnt, weitere 8 dienen Forschungszwecken und sind „wild“.

Agashya, 14, Silberrücken und 210-Kilogramm-Koloss hat 12 Frauen und nur eigene Kinder in der Gruppe. Die Gruppe war erfrischend jung. Für unsere Mit-Touristen, die sich alle für mindestens zwei oder drei Tage bei den Gorillas eingebucht hatten, war diese Gruppe ein Highlight, denn sie war sehr dynamisch und nicht nur mit Fressen beschäftigt. Wir hatten also Glück gehabt. Aber nach einer Stunde war das Glück auch erstmal wieder vorbei.
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Haben sie schon gewusst, dass…

Wer sich mit den Gorillas auseinander setzt, weiß, dass es auch Gruppen in Uganda und im Kongo gibt. Die Gorillas werden in jedem Land „getrackt“, es wird also verfolgt, wo sie sich befinden, damit sie zum Beispiel von den Touristen gefunden werden können und einfach für den Schutz der Tiere. So haben Wilderer und wilde Tiere keine Chance sich an den Gorillas tödlich zu vergreifen.

Was passiert aber, wenn die Gorillas die Grenze überschreiten? Ohne Pass! (Jede Gruppe ist einem Staat zugewiesen!)

Betritt eine Gorillagruppe Grenzgebiet, informieren sich die jeweiligen Touristenbüros sofort. Verlassen die Gorillas das Land, übernehmen die neuen Tracker des gerade betretenen Landes.

Würde also eine kongolesische Gruppe auf ruandischen Boden treten, hätten die Ruander auf einmal 9 Gruppen, um sie ihren Besuchern zu zeigen.

Die Lösung ist einfach: Halbe-Halbe. Wird diese Gruppe besucht und erzeugt Gewinn, darf Ruanda die eine Hälfte behalten, der Kongo erhält die andere Hälfte.

Man mag es kaum glauben, aber dafür gibt es hier Verträge. Wahnsinn, oder?


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Kommentare
Silke
4. März 2011
15:40 Uhr

Toll, was Du gesehen hast und wie nah!
Aber mir gefallen auch besonders die beiden ersten Fotos, vom Morgenlicht und von der Heuschrecke!
Alaaf aus Beuel
Mama

Opa
6. März 2011
00:35 Uhr

Affen: Bei uns ein ewiges Thema:“Blauer Affe“ Der Künstler Just
hat im Kölner Zoo Maß genommen bei den Gorillas.—
So ist es: Jene feiern im Bootshaus, Du bist „life“.
Alaaf! Opa

ina madadi
6. Mai 2011
23:05 Uhr

Hallo Henrik,
ich habe gerade einen Bericht über diese Tiere gesehen.Mein Respekt das du dich ihnen so benähert hast.
Ina aus bonn

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