St. Michael – eine Kirche in Kigali

am 26. September 2010 in Erlebnisse, Wissen | 4 Kommentare

Heute habe ich meinen ersten Gottesdienst besucht. Also eigentlich meinen zweiten, aber bei dem Ersten hatte ich nur die letzte Stunde eines dreistündigen Kinyarwanda-Gottesdienstes erlebt. Diesmal von Anfang bis Ende und alles auf Englisch. Ich muss zugeben, auch hier habe ich nicht jedes Wort verstanden – sei es aus Wortunkenntnis oder Unterschieden in der Aussprache – aber insgesamt fühlte ich mich hier doch schon wohler.

St. Michael von innen

man achte auf die runde Anordnung, ein bisschen Stadion, aber gemeinschaftlich

Den Gottesdienst, den ich mit Rapha zusammen besuchte, empfahl mir bereits der belgische Priester, der mich damals nach dem Kinyarwanda-Gottesdienst ansprach und fragte, was mich nach Kigali führe. Dieser Priester sprach übrigens auch Deutsch und lebt seit 46 Jahren in Ruanda. Aber das ist eine andere Geschichte.

„St. Michael’s Cathedral“ ist eine katholische Kirche und Bischofssitz vom Erzbistum Kigali, gelegen in Kiyovu, einer eher besseren Gegend in Kigali. Zentrumsnah, nicht weit weg vom Serena Hotel, Hotel Milles Collines und anderen wichtigen Adressen, macht es hier durchaus Sinn Gottesdienste in Englisch zu halten. Zu meiner Überraschung war der Anteil der Nicht-Ruander relativ gering (auch wenn ich das jetzt nur an der Hautfarbe ausgemacht habe…). Vielleicht rührt die Anglophonie aber auch daher, dass die Besucher eher aus Uganda, Kenia oder Tansania kommen, wo wohl in einigen Gebieten in Englisch kommunziert wird… ich weiß es (noch) nicht.

Sonntags fängt der Tag mit einer Kinyarwandamesse um 7 Uhr an, gefolgt von der englischen Messe um 9 Uhr, woran sich dann die „Kinyarwanda High Mass“ Messe um 11 Uhr anschließt. Um 17 Uhr gibt es dann noch einen Gottesdienst auf Französisch. Anhand der Zahl der Gottesdienst und dem Wort „High Mass“ folgere ich, dass die Gottesdienste gut besucht sind… auch die englische Messe war – zumindestens für deutsche Verhältnisse – alles andere als unterbevölkert.

Wie gesagt, die Messe war katholisch, die Liturgie ist mir als langjähriger Messdiener eigentlich altbekannt. Einige Handlungen sind aber doch anders ausgelegt. Ich fasse mal zusammen, was mir so aufgefallen ist: (mehr …)

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Renovierung – vorher

am 21. September 2010 in Erlebnisse, Fotos | 1 Kommentar

Heute ist ein komischer Tag. Ich bin früh aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Ich bin leicht am kränkeln. Ich wollte nicht frühstücken. Im Projekt fehlten nicht nur Strom und damit Internet, sondern auch noch Leute, mit denen man sich vernünftig ablenken kann.

ein Gewitter zieht auf

Ab heute sollten wir einen Mitbewohner für einen Monat haben – Absprachenproblem, kommt doch morgen. Und seit einer Stunde regnet es aus allen Löchern.

Egal, der perfekte Tag um mit dem Streichen anzufangen. Aber auch der Weg bis hier hin war nicht einfach…

Farbe kaufen

Es ist Samstag. Endlich ist der Leidensdruck vom Hospitalgrün groß genug. Ich fahre los um Farben zu holen. Moritz, mein Mitbewohner, kennt einen Laden und beschreibt ihn mir. Ich fahre hin. Niemand da, auch nicht unter den Telefonnummern (immerhin 3) zu erreichen. Ich frage jemanden, ob er einen anderen Laden kennt. (mehr …)

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Rückblick in Bildern

am 17. September 2010 in Fotos | 0 Kommentare

Und hoppala, da gab es heute doch noch Internet. Ich habe mal alle Bilder von meiner Handykamera hochgeladen, die diesem Vorgang würdig waren. Meine Digitalkamera ist ja leider immer noch weg und irgendwie meldet sich die Versicherung nicht zurück. Ich hoffe, dass ich das ganze noch glanzvoll über die Bühne bekomme.

Ansonsten viel Spaß mit den Fotos – ich habe alles ausreichend kommentiert (mehr …)

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Ich will, aber!

am 17. September 2010 in Erlebnisse, Web | 0 Kommentare

Bei uns im Maison des Jeunes gibt es derzeit keinen Strom und daher auch kein Internet um vollen Zugriff auf meinen Blog zu genießen. Um aber trotzdem etwas machen zu können, erreicht man meinen Blog (auch als Admin) jetzt auch unter m.henriks-ruanda.de.

Dieses Wochenende will ich anfangen meinem Zimmer einen neuen Anstrich zu verpassen. Neben neuer Farbe will ich mir auch eine Pinnwand zulegen, an die ich gerne Postkarten hängen würde, die mich in netzlosen Zeiten an Freunde, Familie und Leser, sowie die Schönheit von Post erinnern können. Wenn ihr mir eine Postkarte schickt, versuche ich eine Rückpost aus Ruanda zu ermöglichen – ich brauche dafür halt eine entsprechende Rückadresse.

Meine Adresse lautet also:
Henrik Schwaeppe
DED-Office
c/o weltwärts
B.P. 186
Kigali
Ruanda

Wenn ihr mich mal telefonisch erreichen wollt, ‚findet‘ ihr mich übrigens unter +250 782265131 . Mit entsprechender Vorwahl sind das um die 8-9 cent pro Minute.

Von der Renovierung (vorher – nachher) und der Wand werde ich natürlich ein paar Handyfotos hochladen (was ich sowieso schon immer machen wollte), sobald es wieder Strom und Netz gibt…

Ich danke allen, die mir bei der Gestaltung meines Zimmers helfen werden 🙂

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langes, letztes Wochenende

am 9. September 2010 in Erlebnisse | 1 Kommentar

Mein letztes Wochenende war wirklich lang. Ein unlesbarer Blogeintrag voll mit ungefilterten Impressionen meinerseits. Ich hoffe, er ist nicht zu überflüssig:

super Ausblick...

Montagmittag, Vironga Lodge, Handykamera seit meine Digicam gestohlen wurde

Donnerstagabend.

Mein Wochenende fing gefühlt schon Donnerstags an. Es war ein Tag vor Taschengeldausgabe, immer am ersten Freitag des Monats. Auch wenn das nicht sonderlich spektakulär ist, so musste es doch zelebriert werden: am ersten Freitag eines Monats kommt jeder (DED-)Freiwillige nach Kigali.

Donnerstagabends erstes Treffen am Flughafen, die alten Freiwilligen verabschieden (Gruß David:) ). Danach mit ein paar Leuten in die Pizzeria. Pizza! Wahnsinn. Okay, teuer, wenn auch nicht übermäßig, aber das Tagesbudget wurde zum ersten Mal von mir überschritten. Egal, morgen ist Taschengeldausgabe. Zufällig befanden sich in der Pizzeria auch zwei der „Friends of Ruanda e.V“-Freiwilligen, ebenfalls weltwärts. Cool, schon wieder Neue. Danach noch ein Absackermützing und zu gesitteter Uhrzeit nach Hause. Im Gegensatz zu den Freiwilligen außerhalb Kigalis muss ich morgen ja noch arbeiten!

Freitagmorgen (mehr …)

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