das Ruanda von Henriks Mama

am 4. Februar 2011 in Fotos | 6 Kommentare

Derzeit ist meine Mutter zu Besuch. Nach einer Woche Ruanda habe ich sie mal gebeten, ihre schönsten Fotos auszuwählen, damit ich sie auf meinen Blog hochladen kann. Damit ist hier endlich mal wieder greifbarer Inhalt… aber auch der nächste Text steht schon in den Startlöchern.

Die Fotos sind vieleicht etwas Akagera-lastig, aber so ist das halt, wenn das Fotografieren in der Öffentlichkeit nicht so direkt erwünscht ist… Trotzdem viel Spaß damit.
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Eine kleine Sonntagsgeschichte

am 23. Januar 2011 in Erlebnisse, Rwandaview | 0 Kommentare

Hallo, mein Name ist Emanuel. Ich bin 9 Jahre alt. Ich wohne in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda. Ich lebe hier in Nyamirambo, dem muslimischen Stadtteil. Hinter dem Sun City Hotel ist mein Reich. Am liebsten spiele ich Fußball auf dem Grundstück unserer Nachbarn oder wir machen kleine Streiche. Wir, das sind meine besten drei Freunde: Eric, Jean-Baptiste und Paul, den wir immer nur P nennen.

Wenn wir mal nicht auf Pauls Schaukel schaukeln oder unsere kleinen (und manchmal sogar die großen!) Schwestern ärgern, dann machen wir den Hund unserer Nachbarn verrückt. Er mag es überhaupt nicht, wenn wir an das Tor des Grundstücks klopfen oder Seile darunter her rutschen lassen. Wenn er dann so richtig wütend ist, gehen wir auf die andere Außenseite des Grundstücks, wo man auf das Grundstück ein bisschen runter gucken kann, und dann rufen wir den Namen des Hundes: „Boxe“. (mehr …)

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Das Maison des Jeunes Kimisagara

am 7. Januar 2011 in Meinung, Wissen | 1 Kommentar

Was schon seit längerem auf meiner To-Do-Liste steht, das sollte doch im neuen Jahr endlich mal erledigt werden. Die Frage und die Antwort darauf, wo ich hier eigentlich arbeite. Nicht alles lief hier direkt so, wie ich damit hätte zufrieden sein können, somit scheute ich mich anfangs immer über das Maison des Jeunes zu berichten. Aus Angst ich würde über Dinge schreiben, die ich im Nachhinein bereuen würde, weil es zu sehr die negativen Seiten hätte beleuchten können, begrüße ich euch jetzt im neuen Jahr (alles Gute nach Deutschland) und werde mich mal an das Maison des Jeunes begeben.

ein Platz für die Jugend

Jetzt gibt es aktuell noch ein neues Problem. Während sich meine Entsendeorganisation, der DED, im neuen Jahr mit der GTZ und InWent zusammengeschlossen hat und sich jetzt GiZ nennt (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), hat sich auch im Maison des Jeunes etwas verändert. Die Gebäudestruktur des MJK gehörte schon immer dem Ministerium für Jugend und Sport, die Verwaltung überließ man allerdings dem „Forum des Jeunes Giramahoro“, wie sich auch noch auf dem Schild nachlesen lässt. Seit dem 1. Januar liegt die Verwaltung wieder bei der Regierung, was die Zukunft des MJKs noch etwas trüber erscheinen lässt. Weiter geht es auf jeden Fall – die Frage lautet noch: „Wie?“.

Aber jetzt zur Idee des Ganzen:

Das Maison des Jeunes Kimisagara ist ein öffentlicher Raum, der besonders Freizeitbeschäftigung für die umliegende Jugend bieten soll. Kimisagara und die umliegenden Viertel sind die wahrscheinlich ärmsten Kigalis. Auf dem Grundstück befinden sich ein Fußball- und Basketballplatz (gepflastert), eine Turnhalle (lackierter Betonboden), eine riesige Aula (3000 Stehplätze), eine Konferenzsaal, mehrere Aufbewahrungsräume, (m)ein Informatiksaal, sowie ungefähr 10 Büros für die verschiedenen Organisationen hier vor Ort. Vor dem Eingangstor befindet sich dann noch der Fußballplatz aus Asche, der also jederzeit offen ist.

Das Sport- und Freizeitangebot im Maison des Jeunes hängt zu großen Teilen davon ab, was die jeweiligen Organisationen anbieten. Größte Organisation ist hier ganz klar „Esperance“, ein Fußballverein, der sich mittlerweile auch dem Breitensport widmet. Auch mit Hilfe von zwei der derzeit vier deutschen Freiwilligen (nächstes Jahr wird es nur einen Freiwilligen hier geben), gibt es hier Fußball, Futsal (Fußball in der Halle mit besonderen Regeln), Basketball, Tischtennis, Fußballtheater und viele andere kleine Geschichten, beispielsweise auch AIDS-Aufklärung usw.

Dann gibt es hier ADAP – Anti Drug Association Path – mit dem man Jugendliche vor dem Drogenkonsum bewahren will. Außerdem HEZA, ein Jugendradio für den Frieden. Es gibt hier eine Rechtsberatung und Rechtsaufklärung.

Nebenbei kicken hier auch viele Leute in ihrer Freizeit. Zum Beispiel (sehr unregelmäßig) die Handballer, kleine Kinder, große Kinder und Erwachsene spielen Fußball. In der Turnhalle werden Aerobic-Kurse angeboten, die Aula wird sehr häufig gemietet. Vor allem für Hochzeiten und Hip-Hop-Konzerte. Nicht zu vergessen seien auch die Karateka und die Turner, sowie die beiden Bands die hier auch ab und zu mal üben.

Nicht alles, was hier angeboten wird, ist kostenlos, aber das meiste wird versucht kostenlos zu halten. Die Aerobic-Kurse werden aber zum Beispiel professionell angeboten und kosten Geld. Genauso kostet die Fremdnutzung der Hallen und Säle ebenfalls Geld, denn irgendwie müssen Strom, Wasser etc. ja auch bezahlt werden.

Interessant ist aber auch, dass niemand eigentlich in einem Satz knackig umschreiben könnte, was das Maison des Jeunes eigentlich ist. Für die meisten gab es das „halt schon immer“ und eine Liste mit allen angebotenen Programmen sucht man hier vergeblich. Ein bisschen ist es das Zwischending aus Selbstläufer und Verwaltung.

Und irgendwo dazwischen stehe ich.

Meine Aufgaben innerhalb des Maison des Jeunes beziehen sich auf die Verwaltung und Instandhaltung des Netzwerkes, sodass alle ins Internet können und die Drucker usw. funktionieren. Desweiteren versorge ich die Homepage des MJK mit Informationen (solange man sie mir denn einreicht). Und schlussendlich habe ich seit dem neuen Jahr meinen eigenen „erweiterten“ Computerkurs für Sekundarschüler. Für Sekundarschüler umsonst – weil sie eh schon für ihre Bildung bezahlen – und das Ganze mit dem Segen aller Beteiligten. Das hat lange gedauert…

Und worauf ich mich besonders freue ist die Zusammenarbeit mit ADAP, die ein Projekt aufziehen wollen, in dem Drogenprävention nicht nur mit Abschreckung, sondern vor allem mit Aufklärung zu tun haben soll – ohne, dass die Kids einschlafen. Es gibt Anfragen von der Polizei für ein solches Programm. Ich bin echt mal gespannt.

Ab Montag bin ich übrigens auf meinem Zwischenseminar. In 5 Tagen, bin ich hier 5 Monate. Uff…

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Noheli nziza.

am 25. Dezember 2010 in Erlebnisse, Fotos | 2 Kommentare

„Es gibt immer ein erstes Mal“, sagte Tobi und stellte seinen ersten selbstgemachten Kartoffelsalat zum Buffet dazu. Für uns Freiwilligen war es aber auch das erste Weihnachten ohne Familie und ohne Tradition.

Wir hatten keinen Weihnachtsbaum, die Musik nach ein paar Weihnachtsliedern wieder auf normal gestellt… und trotzdem war es schön. Unsere Festgesellschaft war ein Mix aus Deutschland, Ruanda und Südafrika und damit wir nicht so viele Geschenke kaufen mussten, haben wir einfach gewichtelt. Da hatten alles was von 🙂

Nachts sind wir noch feiern gegangen.

Es war mein erster Heilig Abend ohne Kirche, morgen werde ich den Kirchgang wohl nachholen, dafür war das Essen so vorzüglich wie jedes Jahr zu Weihnachten.

Ich wünsche euch allen noch schöne Restweihnachtstage.

Fühlt euch alle gegrüßt und gedrückt

euer Henrik
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Hochzeit auf ruandisch

am 22. Dezember 2010 in Erlebnisse, Wissen | 4 Kommentare

Es ist so eine Art Klischee. Jeder Freiwillige, der versucht einen halbwegs seriösen Blog zu verfassen muss es mal gemacht haben: an einer Hochzeit mit Landesgepflogenheiten teilnehmen und dann darüber berichten.
Vielleicht war es bei uns (Moritz und mir) sogar ein bisschen anders, weil wir nicht nur eingeladen waren, sondern auch halfen und „zum erweiterten Familienkreis“ gehörten – der Bräutigam war der Bruder unseres Mitbewohners und Freundes Dominique.

Jetzt ist so eine ruandische Hochzeit ziemlich aufwändig. Schnell in die Kirche und danach in einen feierwürdigen Saal und sich die Birne blau saufen die Vermählung mit Schmaus und Trank genießen (Anm.: nachträglich geändert), das ist doch eher deutsch. Hier in Ruanda stehen Tradition, Moderne und vorchristliche Kultur sehr nah aneinander. Mein zweiter Eindruck war auch, dass hier jede Hochzeit gleich abläuft – denn jeder wusste Bescheid, was in diesem Hick-Hack als nächstes zu tun ist. Aber lasst mich erstmal beschreiben, was so ablief.

Freitagsabends traf sich die ganze Familie um den darauf folgenden Tag zu planen und zu besprechen. Ich war ein bisschen verwundert, dass so etwas wie ein Zeitplan erst am Vortag erstellt wird… aber auch dieses Meeting fing mit eineinhalb Stunden Verspätung an; ich hatte ja mal über Zeit geschrieben. Pünktlichkeit bei einer Hochzeit: unwichtig. (mehr …)

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